Eine musikalische Städtereise


Sins

Das vielfältige und musikalisch hochstehende Jahreskonzert der Musikgesellschaft Sins (MG-Sins) verzauberte die Zuschauer in Reisende rund um den Globus. Als besonderes Highlight galt die Darbietung der erfolgreichen Sinser Pianistin Marianne Walker.

ci. Der glänzende Flügel auf der Bühne liess schon vor dem ersten Takt erahnen, dass die zahlreichen Konzertbesucher mit virtuosen Leckerbissen der besonderen Art verwöhnt würden.

«Paris, Rom oder New York bietet nicht nur Kulturell sehr viel, sondern auch musikalisch.» Präsidentin Manuela Bühlmann eröffnete mit diesen Worten den Konzertabend und lud die Besucher zu einer spannenden, musikalischen Städtereise ein. Sie überliess die informative und charmante Moderation des Abends, Samuel Huber.

Das Jahreskonzert der MG-Sins unter der Leitung von Michael Rösch war eine mannigfaltige Reise um den Globus. Mit der «Wiener Philharmoniker-Fanfare» von Richard Strauss, arrangiert von Bertrand Moren, eröffneten die Musikerinnen und Musiker das Jahreskonzert. Darauf folgte das temperamentvolle italienische Lied «La Danza». Komponiert wurde es von Carlo Pepoli im Jahre 1835. Für die MG-Sins arrangierte es Michael Rösch. Die Filmmusik von «The Davinci Code» führte das Publikum nach Paris. Das anspruchsvolle Stück um die Sage der Ritter des heiligen Grals forderte die Musiker.

Für Auflockerung sorgten anschliessend die Tambouren. Mit Barhockern und Schlegeln bewaffnet stellten sie sich auf und zeigten die beeindruckende Nummer «Hocker 2.0».

Eine Glanzleistung am Flügel

Das Paradestück für Pianisten, «Rhapsodiy in Blue» von George Gershwin, stellte das Highlight des ersten Konzertteils dar. Das 1924 geschaffene Werk zeigte die Vielseitigkeit des Komponisten. Harmonieverbindungen aus dem amerikanischen Jazz und Blues mit klassischen Stilrichtungen und eine Länge von über sechszehn Minuten verlangten höchste Konzentration aller Musiker, vorne weg von der Pianistin Marianne Walker. Eine besonders beeindruckende Glanzleistung, da Walker das Stück auswendig spielte.

Nach der Pause durften die Zuhörer noch einmal die virtuosen Klänge der Sinser Pianistin hören. Robert Sheldon’s «Danzas Cubanas» sprühte über vor lateinamerikanischer Freude und Energie. Nach einem tosenden Applaus verliess Walker die Konzertbühne.

Trommelwirbel und Ohrwürmer

Mit dem von Tambourenleiter Fabian Laubacher zusammengestellten Stück liessen sie die Ammannsmatthalle erzittern. «Happy Samba Bamba Festival» war ein Potpourri aus Sequenzen von sieben bekannten Trommel-Kompositionen. Mit lautem Applaus wurden die Tambouren verabschiedet.

Danach verwöhnten die Musiker das Publikum mit dem japanischen Song «Omens of Love» von Hirataka Izumi. Der nächste Halt war wieder in Nordamerika. Wer kennt ihn nicht, den Ohrwurm «New York New York»? So richtig bekannt wurde das Stück durch Frank Sinatras Interpretation im gleichnamigen Film aus dem Jahre 1977. Der Abschluss der Städtereise ging nach Chicago. Mit «Everybody needs Somebody» von Bert Berns konnten die Zuhörer beinahe die «Blues Brothers» tanzen sehen.

Schlussbouquet und lobende Worte

Mit den Zugaben «Moskau» und dem bekannten Marsch «Wien bleibt Wien» beendete Michael Rösch nicht nur das Jahreskonzert 2020 sondern auch sein Schaffen mit der Musikgesellschaft Sins. Er wurde von der Präsidentin Manuela Bühlmann gebührend verabschiedet. «Nach zehn Jahren fällt mir der Abschied nicht leicht,» sinnierte Rösch. «Ich gehe mit gemischten Gefühlen. Nach so vielen Jahren und dem was ich aufgebaut habe ist es nicht einfach. Die MG Sins hat grossartige Stimmführer. Dank ihnen waren so anspruchsvolle und tolle Konzerte möglich.»

Die MG-Sins hat einen neuen musikalischen Leiter gefunden und es darf gespannt in die Zukunft geschaut werden.

Der Nachwuchs lässt sich sehen

Auftakt zum Konzert gaben die Nachwuchstalente der Happy Marching Band unter der Leitung von Michael Rösch. Sie starteten mit einem französischen Volkstanz, dem Barrock-Stück «Bourée». Mit dem Rock ’n' Roll-Stück «The Hey Song» und einer zackigen Zugabe holten sie sich kräftigen Applaus.

Auch die Tambouren freuen sich über künftigen Nachwuchs. Interessierte finden Informationen zur Tambourenausbildung auf der Internetseite www.tambouren-tgif.ch.

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