100 Jahre Kavallerieverein Freiamt


Sins

Das bevorstehende Jubiläum des Kavalleriverein Freiamt (KV-Freiamt) wird am Herbst Concours während vier Tagen gefeiert. Die Organisatoren blicken auf ein bewegtes Vereinsleben zurück.

ci. Der KV-Freiamt mit seinem 100-jährigen Erfahrungsschatz steht gemäss den Statuten für die Förderung des Pferdesportes, der Ausbildung von Reiter und Pferd sowie die Pflege des kameradschaftlichen Geistes. Heute zählt er 71 Aktivmitglieder, 63 Ehrenmitglieder, 12 Junioren, 27 Kandidaten und 14 Passivmitglieder. Ob Sportreiter, Freizeitreiter, Fahrer oder Westernreiter – jeder Pferdebegeisterte kann sich beim Verein anmelden. In den Anfängen war dies noch nicht so. Im Januar 1919 wurde der Verein auf geheiss der Armee gegründet, um sicher zu stellen, dass die Pferde der Kavalleristen für den Militärdienst gut in Form sind. Einerseits kontrollierte die Armee auf diese Weise, dass die zur Verfügung gestellten Pferde daheim auf dem Hof nicht überstrapaziert wurden. Andererseits wurden so die Männer geschult im Reiten über Felder, Hindernisse und durch Wälder sowie in der Pflege der Tiere. Zum Training von Mensch und Tier und zur Pflege des gesellschaftlichen Zusammenhaltes wurden regelmässig Springkonkurrenzen durchgeführt. 50 Jahre lang fanden diese Anlässe bei jeder Witterung auf dem Horben statt. Strenge Richtlinien wie zum Beispiel die Kleidungsvorschriften wurden dabei eingehalten. Ehrendamen hatten in der Tracht zu erscheinen und die Aktivmitglieder in Uniform ohne Bajonett. Mithilfe im Parcours war Pflicht und Unehrlichkeit wurde sanktioniert. Der militärische Ursprung war deutlich spür- und sichtbar.

Der Verein öffnete die Türen Bis 1973 waren lediglich militärdiensthabende Kavalleristen im Verein zulässig. Hobby-Reiter oder gar Reiterinnen durften nicht beitreten. Nach der Auflösung der Kavallerie durch die Schweizer Armee änderte der Verein die Statuten und nahm den Bau einer Reithalle in Angriff. Für dieses Vorhaben konnte 1975 Land von Hermann Stocker im Brand erworben werden und mit tausenden von Frohnarbeitsstunden der Mitglieder entstand eine stattliche Reithalle mit den für Wettkämpfe nötigen Masse von 20 mal 40 Meter. Dieses riesige Projekt konnte dank Sponsorengeldern, Spenden und einem Kredit realisiert werden. Neue zivile Mitglieder wurden im Verein aufgenommen und 1977 trat Frau Elisabeth Dürr als erste Amazone dem Verein bei.

Highlights der jüngeren Zeit 2006 wurde der Bau eines Allwetterplatzes in der Grösse von 65 mal 42 Metern realisiert. Nur fünf Jahre später fand einer der grössten Anlässe im Brand statt. Die Schweizer Meisterschaft im «Springreiten Regional» wurde an zwei aufeinander folgenden Wochenenden ausgetragen und mit einer festlichen Gala gross gefeiert. Aus den eigenen Reihen gingen über die Jahre hinweg mehrere Schweizermeister hervor, worauf der gesamte Verein stolz ist. Eine letzte bauliche Etappe realisierte der Verein 2013 mit der Verlängerung die Halle um 15 Meter. Der KV-Freiamt ist ein Verein, der seinen Mitgliedern viel an Infrastruktur bietet und durch seine zentrale Lage mit den ausgedehnten Reitwegen gewinnt.

Ein guter Grund zum Feiern Das 100-jährige Jubiläum wird mit einem viertätigen Herbst Concours in der vereinseigenen Reitarena im Brand in Sins gefeiert. Am 10. Oktober um 9.00 beginnt die erste Springprüfung und am 13. Oktober um zirka 17.00 Uhr werden die Jubiläumsfeierlichkeiten enden. «Die 1000 angemeldeten Starts belegen die Attraktivität der Lokalität und der charmanten Umgebung rund um die Reitarena im Brand», ist OK-Präsident Ueli Huwiler überzeugt. Nebst den Springprüfungen finden verschiedene Attraktionen statt. Die Festwirtschaft mit Gulaschkanone, die Jubiläumsparty mit «DJ Maik Wisler», der Frühschoppen am Sonntag und die an die an die Hauptprüfung anschliessende Kindervelo-Verlosung und Siegwette machen den Concours zu einem Familienfest. Start- und Ranglisten sowie das Programm des Herbst Concours finden Interessierte auf www.kv-freiamt.ch.