Team-Event für den Naturschutz


Sins

Die Firma Botanica unternahm am letzten Freitag einen Betriebsausflug. Diesen nutzten sie, um einen Teambildungsevent zu veranstalten. Profitiert davon hat der Natur- und Vogelschutzverein Oberfreiamt – und dieser profitierte wiederum von der ARA. Dem Abwasserverband Sins-Auw-Mühlau-Abtwil.

rah. Weil das Unternehmen Botanica sich geschäftlich mit pflanzlichen und natürlichen Rohstoffen befasst, wollten die Verantwortlichen auch ihren Teambildungs-Event in der Natur verbringen. Die Mitarbeiterin Administration/Vekauf, Maria Stejskal fragte dafür bei der Gemeinde Sins nach, was sich anbietet. Da der Natur- und Vogelschutzverein Oberfreiamt bereits vor einem Jahr bei der ARA vorstellig wurde, um auf dem Gelände etwas für Wildbienen zu bauen, verlinkte die Gemeinde das Unternehmen mit dem Verein. Für Alois Huber und Thomas Vonwil, Mitglieder beim Natur- und Vogelschutzverein Oberfreiamt ein Glücksfall: «Wir haben die Gelegenheit beim Schopf gepackt, als wir hörten, dass uns eine Gruppe motivierter Leute beim Bau von Naturschutz-Massnahmen helfen wollte», sagte er. «Und so stellten die beiden, zusammen mit Stejskal, ein Programm zusammen, das für den Teamevent passend war. Ein weiterer Glücksfall dabei war, dass der Abwasserverband Sins-Auw-Mühlau-Abtwil den motivierten Naturschützern dafür Platz auf dem Grundstück der ARA Sins gab.

Drei neu geschaffene Lebensräume

Am Freitagvormittag traf sich das 25-köpfige Botanica-Team auf dem ARA-Gelände in Sins. Dort wurden sie von Huber sowie dem Präsidenten vom Natur- und Vogelschutzverein Oberfreiamt, Mathis Wissler, und dem Betriebsleiter der ARA, Fabian Nietlispach, erwartet. Das Botanica-Team unterteilte sich in drei Gruppen. Ein Team widmete sich den Holzbauten für Wildbienen, ein Team baute aus Sand, Holz und Steinen neue Unterschlupf-Möglichkeiten für vorzugsweise Zauneidechsen und Wildbienen, das dritte Team baute eine Trockenmauer für Mauereidechsen. Wissler sagte, dass mit diesen drei Teilprojekten ideale Bedingungen für Wildbienen, Zaun- und Mauereidechsen geschaffen wurden. «Aber ob das gelingt, wird sich nach und nach zeigen.»

Natur- und Vogelschutzverein begrüsst solche Events

Für den Natur- und Vogelschutzverein Oberfreiamt war der Teamevent der Firma Botanica sehr wertvoll, wie Wissler sagte: «Einerseits wird die Arbeit gemacht, andererseits profitieren die Personen davon, die helfen und zu guter Letzt wird unser Verein bekannt.» Denn der Natur- und Vogelschutzverein Oberfreiamt ist auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen. «Manchmal ist das Verhältnis mit der Gemeinde etwas angespannt, da wir unterschiedliche Interessen vertreten. Aber wenn wir wissen, dass die Bevölkerung hinter den Projekten steht, ist es einfacher, gewisse Anliegen durchzubringen.»

Mitarbeiter fanden den Event toll

Den Mitarbeitern der Firma Botanica hat das Arbeiten in der Natur gefallen. Andrea Bächtold war in der Gruppe für die Zauneidechsen eingeteilt. Sie schaufelte Sand, der später den Eidechsen als Unterschlupf dienen soll. Sie fand es toll, etwas für die Natur und die Tiere zu bauen. «Wenn man sich in der Natur bewegt, merkt man schnell, dass die Wildtiere zurückgehen, wenn gewisse Sträucher und Bäume fehlen. Deshalb ist es wichtig, dass man der Natur gut schaut.» Ihr Kollege, Daniel Selter war ebenfalls begeistert vom Teamevent. Er war in der Gruppe für die Mauereidechsen. «Es ist gut etwas für die Natur und die Tiere zu machen», sagte er. «Denn unsere Firma verwendet ja auch Naturprodukte. Deshalb ist es schön, der Natur etwas wiederzugeben.» Sein Team hatte eine strenge Aufgabe. Damit sie die Mauer stellen konnten, mussten sie zuerst einen Aushub graben. Später konnten sie darin die Mauer mit Steinen aufbauen. Wichtig war, dass mit grösseren und kleineren Steinen variiert wurde, damit die Eidechsen einen Unterschlupf finden. Freuen über die neuen Bauten tut sich auch der Betriebsleiter der ARA, Fabian Nietlispach. «Es ist eine Aufwertung der Grünflächen. Diese waren bis jetzt ungenutzt. Und wenn man so etwas Sinnvolles damit machen kann, dann freut mich das.»