Musikschule feiert ihr 10-Jähriges


Sins

Die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrpersonen der «Musikschule Region Sins» zeigten ihr musikalisches Können am Jubiläumsanlass zum 10-jährigen Bestehen der Musikschule.

ci. Es brauchte viel Mut, alleine auf eine Bühne zu treten, im Rampenlicht zu stehen und vor Publikum zu spielen. Der erste Konzertteil der Schülerinnen und Schüler umfasste 16 Darbietungen. Den Besuchern wurde ein bunter Strauss an musikalischen Blüten vorgetragen, von Klassik bis Rock. Blas-, Streich- und Perkussionsinstrumente waren genau so vertreten wie das Akkordeon, das Klavier oder die E-Gitarre und Ukulele. Die Vielfalt der Instrumente zeigte das breite Spektrum, das die «Musikschule Region Sins» anzubieten hat. Scheinbar ohne Angst und Lampenfieber traten die Kinder und Jugendlichen auf. Herausragend waren alle Darbietungen. Teils wurden die jungen Musiker von Lehrpersonen instrumental begleitet, teils traten sie in Gruppen auf und die ganz Mutigen stellten sich absolut solo mit ihrem Instrument vor das Publikum. Beeindruckend war Jannig Oks Spiel auf der Mariamba. Die Marimba gehört zur Familie der Holz-Schlagstabspiele (Xylofon). Es besitzt einen Tonumfang von 5,5 Oktaven und Jannig spielte sein Stück «Village Festival & Dance» mit feinsten Nuancen und viel Gefühl. Die letzten Takte wurden immer leiser und der Schlusston war nur noch ein zarter Hauch. Das Schlussbouquet des ersten Konzertteils wurde von der «Happy Marching Band» unter der Leitung von Michael Rösch präsentiert. Die Nachwuchsformation der MG Sins spielte drei Stücke und schenkte dem Publikum nach einem kräftigen Applaus noch eine Zugabe.

Lehrpersonen an die Instrumente! Der zweite Konzertteil bestritten 15 Lehrpersonen und eine ehemalige Schülerin der Oberstufe. Das Publikum durfte erst den sanften Klängen eines Streicherquartetts lauschen. Klassik von Dvorak, Hayden, Tschaikowski und Boccherini erfüllte die Mehrzweckhalle. Das Tango-Quartett versetzte die Zuhörern nach Lateinamerika. Sie spielten drei Stücke des argentinischen Komponisten Diego Collatti. Der leidenschaftliche Rhythmus hätte zum tanzen einladen können. Ein ganz anderer Musikstil, nämlich Jazz, wurde von einer achtköpfigen Band zum Besten gegeben. Mit den Stücken «Moon River» und «Pink Panther» von Henry Mancini und «Summertime» sowie «They can’t take that away from me» von George Gershwin zeigten die Musikschullehrpersonen, was musikalisch mit viel Fleiss und Ehrgeiz erreicht werden kann. Speziell die Solis, die spontan vor Ort von den Musikern improvisiert wurden, begeisterten das Publikum. Eine tolle Leistung lieferte auch die ehemalige Oberstufenschülerin Sarah Nguyen Blattmann aus Oberrüti. Sie war die Stimme der Pop/Rock Band und sang bekannte Stücke von Adele, Coldplay und David Paich. Ihr Gesang beendete den musikalischen Abend.

Musik tut Körper und Seele gut Mario Ineichen, Leiter der Musikschule Region Sins zeigte sich erfreut über den gelungenen Anlass. Die tollen Leistungen der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrpersonen demonstrierte die Freude am Musizieren. Vor zehn Jahren schlossen sich die Musikschulen der fünf regionalen Gemeinden Abtwil, Auw, Dietwil, Oberrüti und Sins zusammen. Seither werden an allen fünf Standorten jährlich insgesamt rund 500 Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen von über 30 Lehrpersonen unterrichtet. Denn musizieren fördere nicht nur die Fähigkeiten ein Instrument zu spielen, sondern bewege den Musiker und den Zuhörer emotional auf einzigartige Weise. Es gäbe zwei Aspekte, warum Musik so wichtig ist für uns Menschen. Der Erste Aspekt sei die Wirkung der Musik auf das Gehirn. Dies sei Wissenschaftlich belegt, erklärte Ineichen. «Der zweite Aspekt scheint mir aber auch sehr wichtig. Wir Musikschullehrer haben das Privileg, ohne Druck und ohne Lehrplan zu unterrichten und ganz individuell auf die Schüler einzugehen.»