Willkommene Schulsozialarbeit ab 2020


Dietwil

Am Dienstagabend fanden sich trotz herrlichem Sommerwetter 81 Stimmberechtigte in der Mehrzweckhalle zur Einwohnergemeindeversammlung ein. Das Traktandum Schulsozialarbeit gab etwas zu diskutieren.

ci. Gemeindeammann Pius Wiss begrüsste die Anwesenden. Entschuldigt waren der Gemeinderat Mike Arnet und der Präsidenten der Finanzkommission Ivo Ray.

Nach einem kurzen Abriss über die laufenden Projekte begann Wiss mit der ordentlichen Versammlung. Seinen Erläuterungen zum Rechenschaftsbericht folgte die Präsentation der Zahlen von Gemeinderätin Beatrice Gisi. Die Rechnung schloss mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 624'726.76 positiv ab. Zum sehr guten Rechnungsergebnis führten nebst den höheren Steuereinnahmen hauptsächlich Einsparungen in allen Bereichen und Nichtausschöpfen des zur Verfügung stehenden Budgets. Auch die gesetzlich vorgegebenen Neubewertungen der Liegenschaften brachten einen Gewinn. Sehr erfreut teilte Gisi mit, dass 2018 die Nettoschuld pro Einwohner lediglich knapp 2600 Franken betrugen.

Mit einer Kreditunterschreitung von 40'826 Franken war auch die Kreditabrechnung über die Anschaffung des Tanklöschfahrzeugs ein erfreuliches Traktandum. Die Nettoinvestition von 364'365 Franken wird anteilmässig auf Oberrüti und Dietwil verteilt und beträgt für Dietwil 164'822 Franken.

Soziale Herausforderungen

Die Pilotphase der Schulsozialarbeit im Verbund mit den Gemeinden Auw, Abtwil, Oberrüti und Sins wurde im Sommer 2013 von den Stimmberechtigten abgelehnt. In den letzten Jahren war die Schule Dietwil vermehrt mit sozialen Herausforderungen, migrationsbedingten Konflikten und persönlichen Problemen von Schülerinnen und Schülern konfrontiert. Über 40 Fälle forderten die Lehrer, die Schulpflege und die Gemeinderäte. Der Antrag zum Beitritt in die «Schulsozialarbeit Region Sins» und zur Genehmigung des Gemeindevertrages wurde von Beatrice Gisi erläutert. Nach kurzen Wortmeldungen von Anwesenden wurde die Notwendigkeit auch vom Seiten der Schulpflege unterstrichen. Nicht zuletzt sei dies im Endeffekt trotz Fixkosten von jährlich 20'000 Franken eine Kostenminderung. Das Traktandum wurde mit nur 3 Gegenstimmen angenommen. Somit steht ab dem 1. Januar 2020 auch in Dietwil ein Schulsozialarbeiter zu festgelegten Zeiten vor Ort zur Verfügung.

Eidgenössisches Raumplanungsgesetz

Die Gemeinde Dietwil hat für die nächsten 15 Jahre noch genügend Bauzonenreserven und somit ist keine Erweiterung möglich. Daher wurde das Augenmerk auf die innere Siedlungsentwicklung sowie die Aufwertung des Siedlungs- und Strassenraums gelegt. Pius Wiss erläuterte, dass das Konzept zur Umsetzung Anpassungen am Bauzonenplan und der Bau- und Nutzungsordnung mit weiteren raumplanerischen Massnahmen benötige. «Eine davon ist die Aufhebung des Volumenschutzes». Im gesamten Bereich der Dorfkernzone und der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen bestehe die Pflicht zur Ausarbeitung des Rahmengestaltungsplans Dorfkern. Der existente Volumenschutz werde in diesem Bereich aufgehoben und im Rahmengestaltungsplan Dorfkern mit festgelegten Pflichtbaulinien, Firstrichtungen und Freihalteflächen abgelöst. Zur Erreichung der vom kantonalen Richtplan vorgegebenen Innenentwicklungsziele (Mindestdichten), biete die Vorlage eine geeignete Grundlage in Bezug auf den Planungshorizont 2030 auf. Mit nur 8 Gegenstimmen wurde diese Vorlage angenommen.

Die Sommergmeind verlief ruhig und sämtliche Anträge wurden einstimmig oder grossmehrheitlich angenommen. Die Beschlüsse stehen jedoch unter dem fakultativen Referendum, wie Gemeindeammann Pius Wiss informierte, da das benötigte Quorum mit nur 81 Anwesenden bei 876 Stimmberechtigten nicht erreicht wurde.