Engagement für den Freiämtercup


Mühlau/Sins

Der Freiämtercup in Mühlau und Sins sorgte für Highlights auf und neben dem Platz. Der "Anzeiger" schaute hinter die Kulissen und fragte, welche organisatorischen Herausforderungen der Turnverein Mühlau zu bewältigen hatte und ob alles klappte, wie es sollte.

pev. Mit dem 33. Freiämtercup starteten letzten Freitag die Turnvereine in die Wettkampfsaison. Dieses Jahr organisierte der STV Mühlau den Anlass: Eine grosse Aufgabe für den kleinen Verein. Weil die Anlagen in Mühlau zu klein sind, fanden die Gerätedisziplinen in Sins statt. Ein Shuttlebus verband die beiden Orte und beförderte nach vollbrachter Leistung alle nach Mühlau zur Rangverkündigung und zum grossen Fest.

Viel Arbeit und viel Freude

Der Freiämtercup ist ein Wettkampf des Kreisturnverbandes Freiamt. Dieser sucht jedes Jahr einen Verein, der den Anlass durchführt. Der Technische Leiter des Kreisturnverbandes, Fredy Klausner, war das Bindeglied zum Organisationskomitee und daher unterstützend an den Sitzungen dabei. Die Umsetzung lag aber beim Turnverein Mühlau. Deshalb sei von Anfang an klar gewesen, dass der Verein dahinterstehen müsse, wie Angela Rey vom Organisationsteam erklärte: «Wir haben die Leute gefragt, ob sie das möchten, denn viele mussten frei nehmen und viele haben auch in ihrer Freizeit Sachen konstruiert und gebastelt.»

Bereits 2002, 2009 und 2012 hatte der Turnverein einen Freiämtercup durchgeführt und die Pläne von damals konnten wieder als Vorlage verwendet werden. So gab es gemäss Rey denn auch keine grösseren Schwierigkeiten bei der Organisation: «Die grösste Herausforderung ist, dass man an alles denkt.» Als sehr hilfreich erwies sich auch die besondere Zusammensetzung des Organisationskomitees, denn wie Rey erklärte: «Das OK bildet sich aus erfahrenen Leuten und Jüngeren: Immer zu zweit machen wir ein Ressort. So kann man bei der Organisation von früheren Erfahrungen profitieren.» Fast täglich seien sie im Austausch gewesen.

Der Turnverein Mühlau zählt mit Ehrenmitgliedern und Aktiven 120 Leute, wovon ganze 105 übers Wochenende im Einsatz standen. «Es ist jeder hier und zeigt Einsatz!», freute sich Rey. Der Aufbau für das Fest begann bereits am vorangegangenen Montag und das Festzelt wurde am Dienstag aufgebaut. Das Zusammensein ist dabei eine wichtige Motivation und die Freiwilligen assen beispielsweise jeden Abend gemeinsam Znacht. Angela Rey meinte darüber hinaus: «Es ist wirklich eine Ehrensache, dass wir das machen.»

Erstes Kräftemessen der Saison

Es war ein Mühlauer, Josef Huwyler, der den Freiämtercup gegründet hatte. Seither ist der Wettkampf um einige Disziplinen reicher geworden, neuer ist zum Beispiel das Nationalturnen mit dem Steinstossen und dem Steinheben. «Der Freiämtercup ist immer grösser geworden», erklärte Rey. Auch die Teilnehmerzahlen seien stark gestiegen in den letzten Jahren.

Der Cup sei zudem das erste Kräftemessen der Saison und für die Vereine besonders wichtig. «Die Freiämter sind sehr gute Turner, auch wenn man den gesamten Kanton anschaut – das Freiamt ist immer weit vorne mit dabei», betonte Rey. Für diesen Freiämtercup wünschte sie sich: «Die Leute sollen ein gutes Bild von Mühlau mitnehmen und zufrieden und glücklich nach Hause gehen. Hoffentlich denken sie noch lange an den Freiämtercup bei uns zurück.»

Junge Sportler in Höchstform

Die Sportlerinnen und Sportler massen sich in zwölf Disziplinen: Gerätekombi, Barren, Schaukelringe, Reck, Sprung und Schulstufenbarren in der Dreifachturnhalle Ammannsmatt; Aerobic, Gymnastik Bühne, Gymnastik Klein- und Grossfeld sowie Steinheben und Steinstossen draussen in Mühlau. Dabei war jedes Alter vertreten und die Jugend wurde separat bewertet.

Eine besonders tolle Aerobic-Show lieferte zum Beispiel das Team «Boswil 1 Jugendaerobic»: Sie gewannen in ihrer Kategorie mit einer Endnote von 9.38. Überzeugt hatten sie mit ihren synchronen Sprüngen und den anspruchsvollen Figuren. In der Kategorie «Jugend Gymnastik Bühne / Kleinfeld» gewannen die heimischen Mühlauer Gymfreaks – die Richter gaben ihnen für einen schönen Programminhalt und die ausgefeilte Technik 9.46 Punkte.

Die GeTu Maxis aus Sins und Oberrüti gewannen in der Kategorie «Gerätekombination / Sprung» und die GeTu Minis im Schulstufenbarren. Manche der Kinder hatten ihren allerersten Wettkampfauftritt und waren entsprechend nervös, doch nach vollbrachter Leistung und verdientem Applaus strahlten die Augen und auf allen Gesichtern erschien ein Lachen.

Doppelsieg für Mühlau

Trotz der vielen Helfereinsätzen gelang dem STV Mühlau in der Kategorie «Gymnastik Klein- und Grossfeld» mit den Noten 9.65 und 9.39 ein toller Doppelsieg – ein wunderbarer Höhepunkt für die Vereinsmitglieder an «ihrem» Cup! Denn wie Rey erklärte: «Die Aufregung ist natürlich noch grösser, wenn man hier vor dem eigenen Publikum turnen kann!»

Im Steinheben gewann der Turnverein Hägglingen und im Steinstossen die Männer des Turnvereins Beinwil. Die Tagesbestnote mit 9.70 wurde vom Turnverein Merenschwand am Barren aufgestellt. Auch in der Gerätekombination liessen die Merenschwander alle anderen Teams hinter sich.