Rückblick auf 20 Jahre Spitex


Sins

Mit einem jungen und dynamischen Vorstand startete die Spitex Oberfreiamt ins Jubiläumsjahr. Die GV im Zentrum Aettenbühl wurde zum Tag der Bilanz.

ew. Die Frauen des Rüüstalerchörli Mühlau eröffneten mit dem Lied «Bluemepracht» von Seppi Dubach die Jubiläums-GV. Bereits seit 20 Jahren existiert der Verein Spitex Oberfreiamt. Zu diesem Anlass haben sich die Verantwortlichen neue Arbeitsjacken und Taschen geleistet. Mehr wollte man das Budget nicht strapazieren. Schliesslich will die Spitex ihre Ressourcen in den Dienst der Menschen stellen. Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind.

Der Verein geniesst einen grossen Rückhalt in der Region. Der Saal im Zentrum Aettenbühl in Sins war bis auf den letzten Platz besetzt. Nebst den 62 Stimmberechtigten wollten noch weitere Interessierte wissen, was die Spitex letzte Woche zu berichten hatte.

Martin Abt, Präsident der Spitex Oberfreiamt leitete die Jubiläumsversammlung. Abt übernahm den Verein vor einem Jahr und hat schon viel Arbeit investiert. Zusammen mit dem jungen und dynamischen Vorstand möchte er noch viel bewegen und als Arbeitgeber attraktiv sein. «Bis jetzt mussten wir noch keine Inserate schalten für die Mitarbeitersuche. Die Leute bewerben sich blind bei uns», freute sich Abt.

Viele zufriedene Kunden

Aber nicht nur als Arbeitgeber hat sich die Spitex Oberfreiamt einen guten Namen gemacht, auch die Kundenzufriedenheit ist extrem hoch, wie sich bei einer eigenen Kundenbefragung herausstellte. Einen grossen Anteil an diesem Erfolg hat auch Stützpunktleiterin Beatrice Scherrer. «Sie ist Gold wert», meinte Abt.

Scherrer stellte in ihrem Jahresbericht fest, dass die Anzahl der neuen Klientinnen und Klienten im letzten Jahr stark gestiegen ist. Deshalb sind die Mitarbeiterinnen der Krankenpflege neu mit fünf Morgentouren und einer Abendtour unterwegs. «In den Spitzenzeiten werden die Touren individuell, zeitnah und spontan verstärkt», erklärte Scherrer.

Grosszügige Sponsoren

«Und weil wir so extrem flexibel sind, arbeiten wir sehr kostengünstig», ergänzte Abt. Auch der neue Fiat Punto belastete das Budget nicht, weil er durch Sponsoren ermöglicht wurde. Dementsprechend haben die Mitglieder die Jahresrechnung und das Budget einstimmig angenommen. Der Jahresbeitrag blieb bei 35 Franken.

Nach dem offiziellen Teil richtete Stefan Balmer als Vertreter der Gemeindeammänner lobende Worte an den Verein. Balmer kennt die Spitex schon von der ersten Stunde an. Als er vor 20 Jahren sein Amt antrat, kam die Frage auf: Braucht es die Spitex? Im Nachhinein kann man sagen «der Entscheid war richtig», bilanzierte Balmer.

Was ist die Spitex?

Danach erzählte Paul Sennrich, ehemaliger Präsident des Kranken- und Hauspflegevereins, Anekdoten aus der Entstehungszeit. Auch Anton Scheuber, erster Präsident der Spitex Oberfreiamt, wusste aus erster Hand, wie alles begann. Edith Waldhuber, langjähriges Vorstandsmitglied, erinnerte sich, dass man vor 20 Jahren noch nicht genau wusste, was die Spitex genau ist.

In diesen 20 Jahren hat sich bei der Spitex Oberfreiamt einiges getan. Der Vorstand besteht aus fünf Mitgliedern und drei Gemeinderäten aus den sechs Gemeinden Abtwil, Auw, Dietwil, Mühlau, Oberrüti und Sins. Die Spitex Oberfreiamt steht jedem Einwohner dieser Gemeinden zur Verfügung. Finanziert wird die Organisation durch eigene Erträge, Mitgliederbeiträge, Spenden und Beiträge der Kirchgemeinden und der Gemeinden.