Fliegen die Bienen auch im Winter?


Mühlau

und viele andere Fragen durften die Imker der beiden Bienenzuchtvereinen Oberfreiamt und Muri den vielen interessierten Besuchern am Tag der offenen Bienenkästen beantworten.

An verschiedenen Posten wurden die praktischen Arbeiten eines Imkers gezeigt.

pd. So konnten die Besucher Bienen mit einem Farbpunkt kennzeichnen, wobei ihnen erklärt wurde, dass man jedes Jahr eine andere Farbe nimmt, damit man das Alter der Königin auf den ersten Blick erkennt. Es erleichtert auch die Suche nach der Königin sehr.

An einem anderen Posten sah man, wie Imker um Königinnen zu züchten kleinste Maden aus den Zellen heben und in spezielle Zellen legen, damit die Bienen daraus Königinnen nachziehen. Viele wussten nicht, dass nur der Futterunterschied (Gelee Royale oder normaler Futtersaft) entscheidet ob aus dem befruchteten Ei eine Königin oder eine Arbeiterin entsteht. Dank dieser „Powernahrung“ entsteht in nur 16 Tagen aus einem Ei eine Königin.

Auch wie aus den alten braun-schwarzen Bienenwaben das Wachs zurückgewonnen wird konnten die Besucher direkt miterleben.

Etwas weiter wurden die vorbereiteten Wachsplatten mit dem eingeprägten Sechseckmuster, als Bauhilfe für die Bienen, in einem Wabenrahmen befestigt. Alle die wollten durften selber Hand anlegen. Beim Stand „Honigdegustation“ konnten alle die wollten selbst ein Glas mit Honig abfüllen und etikettieren.

Das leidige Thema der Varroabekämpfung war ein weiterer Posten. Mit Hilfe der Hilfsmittel die Imkern zur Verfügung stehen wurde gezeigt wie, und mit was wir Imker die Varroamilbe (der grösste Schädling für unsere Bienen) in Schach halten können. Dort konnte man auch ein ganzes Bienenvolk durch eine Glasscheibe beobachten.

An einem Vortrag, der stündlich gehalten wurde informierten die Berater (Ausbilder) weshalb wir einen zeitgemässen Lehrbienenstand benötigen sowie über die Faszination die ein Bienenvolk ausübt. Man erfuhr, dass Honig, Wachs Gelee Royal etc. nur ca. einen Viertel des volkswirtschaftlichen Ertrages ausmachen. Den grösseren Nutzen erbringen die Bienen durch ihre Bestäubungsleistung (nebst Wildbienen, Hummeln etc.)

Sie sind auch die einzigen Bestäuber die im Frühling schon in genügend grosser Anzahl vorhanden sind. Der ganze Superorganismus Bienenvolk ist darauf ausgerichtet den Winter zu überstehen, um im Frühling schnell zu erstarken und sich wenn möglich zu teilen (Schwärmen, die natürliche Vermehrung).

Das alles funktioniert nur, wenn die Völker gesund und stark sind. Dazu braucht es gut ausgebildete Neuimker und die Möglichkeit sich weiterzubilden.

Es ist das Ziel der beiden Imkervereine in einem zeitgemässen Lehrbienenstand (Schulhaus für Imker) diese Aus- und Weiterbildungen anbieten zu können.

Auch sie können uns helfen unser Projekt Lehrbienenstand zum Wohl der Bienen und der Natur zu realisieren.

Alle Informationen dazu gibt es unter www.lehrbienenstand-freiamt.ch