Die «Lange Nacht der Kirchen» in Sins


Kirche:

An der «Langen Nacht der Kirchen» machten die Katholiken und die Reformierten gemeinsame Sache. In Sins gab es ein abwechslungsreiches Programm mit dem Höhepunkt der Lesung des Markusevangeliums.

ew. Zur Einstimmung sang der Kirchenchor Sins in der Katholischen Kirche. Passend zum späteren Verlauf des Abends, begann das Konzert mit dem Stück «O heiliger Markus, du Evangelist» von Hermann Mergler. Beim dritten Lied «Glaube an den Herrn Jesus Christus» übernahm Meinolf Kalkuhl das Solo. Kalkuhl ist der musikalische Leiter des Chors und begleitete seine Gruppe am Klavier.

Nach dem stimmungsvollen Konzert, verschoben sich die Akteure zum Einhornplatz, wo ein leckerer, mexikanischer Imbiss wartete. Dank dem schönen Wetter, konnten die Teilnehmenden die Verpflegung im Freien geniessen.

Um 20 Uhr kündigte der reformierte Pfarrer Hansueli Hauenstein, den Höhepunkt des Abends an: Die dramatische Gesamterzählung des gesamten Markusevangeliums mit professionellen Sprechern und einer begleitenden Musikimprovisation auf einem Akkordeon.

Ein wichtiger Grundtext der Christen

Warum wählten die Verantwortlichen diesen Text? Das Markusevangelium ist ein Grundtext christlicher Überlieferung und massgebend für praktisch alle weiteren Jesusdarstellungen in der Geschichte der Kirche. Als deutsche Version diente die Übersetzung der «Elberfelder Bibel» aus dem Jahr 2006.

Mit der Lesung des gesamten Werks wurde es möglich, den Text in seiner sorgfältig komponierten Ganzheit zu entdecken. Unterstützt wurden die Sprecher durch die musikalische Begleitung von Eva Sulai Koch aus Dietwil. Die Komponistin und Musikerin begleitete mit dem Akkordeon durch den dreistündigen Vortrag im Reformierten Pfarramt in Sins. Als Sprechende wirkten Beatrice Kropf und Benjamin Flur Koch.

Die lange Nacht der Kirchen im Kanton Aargau

Am letzten Freitag war die «Lange Nacht der Kirchen» zum zweiten Mal im Kanton Aargau. Der Event richtet sich an Kinder und Erwachsene, Architekturinteressierte und Musikfreunde, Gläubige und Ungläubige, Menschen, die gerne ihren Horizont erweitern oder die Kirche einmal auf eine andere Art erleben möchten.

Bei der ersten Austragung der «Langen Nacht der Kirchen» vor zwei Jahren organisierten etwa 80 Kirchen im Kanton Aargau ein spezielles Programm bei freiem Eintritt. Der Anlass ist ein ökumenisches Projekt. 2016 kamen insgesamt 8'000 Besucherinnen und Besucher an die verschiedenen Veranstaltungen. 2020 soll die Nacht zum dritten Mal stattfinden.