Vom Zugerland-Turnier und einer Birne


Sport:

In Dietwil kämpften 16 F-Junioren-Teams anlässlich des Zugerland-Turniers um den SportXX-Cup. Beni Thurnheer, das gute Wetter und die perfekte Organisation sorgten für eine ausgelassene Stimmung.

ew. Beni Thurnheer staunte nicht schlecht, als er bemerkte, dass er für das Zugerland-Turnier in den Kanton Aargau reisen musste. Und den Begriff Freiamt kannte der Seuzacher bisher nur im Zusammenhang mit Ringen und nicht mit Fussball. Doch am letzten Samstag war alles anders und die TV-Legende reiste für ein Fussball-Turnier ins Freiamt nach Dietwil. Zuerst führte ihn das Navigationsgerät zum falschen Festzelt, aber Beni schaffte es trotzdem noch rechtzeitig zum Apéro.

So konnte der umtriebige OK-Chef Peter Burri den Ehrengast beim Sponsorenapéro herzlich begrüssen. Burri schafft es jedes Jahr einen prominenten Gast einzuladen und das ohne Gage und Spesen! Im letzten Jahr wäre der Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer an der Reihe gewesen. Dieser war jedoch damals nach der Viertelfinalniederlage – gegen Schweden – zu enttäuscht und sagte kurzfristig ab. Worauf Burri scherzte: «Dann darfst du erst wiederkommen, wenn du mit der Nati ins Halbfinale kommst.»

Wie kommt die Birne in die Flasche?

Fischer hat nun seinen Teil der Abmachung eingehalten. Schade nur, dass das Zugerland-Turnier am selben Tag wie das WM-Halbfinale stattfand. So kam es, dass Thurnheer den Anlass als Gast beehrte. Und er musste auch nicht mit leeren Händen nach Hause. Burri überreichte ihm einen selbstgebrauten Williams Schnaps. Worauf sich Beni Thurnheer wunderte, wie die Birne in die Flasche komme. Burri kündigte an, ihm das danach zu erklären. So lange wolle er nicht bleiben, witzelte Thurnheer.

Danach ging es wieder um Fussball. Beim Zugerland-Turnier handelt es sich immerhin um das grösste eintägige Junioren-Fussball-Turnier der Schweiz. In diesem Jahr spielten rund 1'500 Jugendliche an sechs verschiedenen Standorten um den Sieg. In Dietwil standen am Pfingstsamstag 16 Teams der Kategorie F-Junioren im Schadhölzli auf dem Platz.

Zugerland-Turnier im Aargau?

Der FC Dietwil startete mit einer knappen 1:2-Niederlage gegen Aegeri ins Turnier. Diese Hypothek verhinderte bereits nachhaltig ein besseres Abschneiden der Einheimischen. Am Ende resultierte ein elfter Rang. Ganz vorne spielten die Zuger um den Titel des begehrten SportXX-Cups: Cham siegte vor Zug. Auf dem dritten Platz landete der Tessiner Verein Insema. Immerhin konnten die Dietwiler Insema in der Vorrunde ein 1:1-Unentschieden abringen.

Burri lobte nach dem Turnier die vielen freiwilligen Helfer, die aufgestellten Zuschauer und vor allem den Samariterverein Dietwil. «Alles hat hervorragend funktioniert. So macht es Spass!»

Und übrigens: Warum findet eine Veranstaltung des Zugerland-Turniers im Aargau statt? Dietwil gehört zum Innerschweizer Fussballverband. «Wir wollen nicht in den weissen Söckli spielen», präzisierte Burri.