Hoch hinaus mit der Brass-Band Auw


Kultur:

Das Jahreskonzert der Brass-Band Auw stand unter dem Motto «Hoch hinaus». Neben der Musikgesellschaft begeisterten auch die ABM Brass Junior und die Musikschüler die Zuhörer.

pev. Weit in den Himmel stieg die Brass Band Auw mit dem Stück «Day of the Lord» von Steven Ponsford – dem Selbstwahlstück für das aargauische Musikfest in Laufenburg. Auch mit ihren anderen Stücken nahmen sie die Zuhörerinnen und Zuhörer im gut gefüllten Mehrzweckgebäude mit über die Wolken oder wie Ansager Bruno Siedler es ausdrückte: «Schnallt euch an! Es erwarten euch weite Blicke, viele Stimmungsbilder und auch die Landung; die funktioniert.» Siedler war selber langjähriges Mitglied der Musikgesellschaft und wusste Besonderes zu den Stücken und Komponisten zu erzählen. Zweimal spielte die Brass-Band ihr Programm unter der Leitung von Dirigent Reto Näf, am Samstag und am Mittwoch.

Bühne frei für die jungen Musikanten

Zu Beginn des Konzertes durften die Jungen auf die grosse Bühne: die ABM Brass Junior mit Kindern und Jugendlichen aus Auw, Beinwil und Mühlau, hatte unter der Leitung von Lukas Isler vier Stücke eingeübt für den grossen Tag. Seit drei Monaten leitet Isler seine «Rasselbande», wie er die Jungmusiker fröhlich nennt. Nach der Pause begeisterten supercoole Musikschüler mit einer vielfältigen Trommeleinlage: Sticks, Kübel, Leitern und Fässer genügten für eine abwechslungsreiche rhythmische Einlage. Die Zuhörer klatschten freudig mit und Siedler erklärte: «Ich freue mich schon auf den nächsten Auftritt!»

Grosser Applaus für Solisten

Lubos Perencay spielte ein Solo der besonderen Art: ein Stück für die Es-Bass-Tuba von Roy Newsome. Vor drei Jahren erst ist Perencay aus der Slowakei in die Schweiz gekommen. Obwohl es zu Beginn schwierig war ohne Deutschkenntnisse, fand er mit der Musik eine Sprache, die überall verstanden wird. In der Musikgesellschaft Auw musste er von einem F-Bass auf einen Es-Bass umsteigen, aber durch hartnäckiges Üben gelang dies dem Musiker problemlos. Perencay beweist, dass das Tubaspiel nicht nur weich und sanft, sondern auch schnell sein kann. «Die Tuba zum Tanzen bringen», kommentierte Bruno Siedler.Marco Schmid, begleitet von Jasmin Villiger auf dem E-Piano und der Brass-Band, bewies sein Können mit dem Flügelhorn. Leidenschaftlich spielte er das Stück «Scarlet Ribbons». Beide Solisten ernteten grossen Applaus und wurden von den Zuhörern zu einer Zugabe aufgefordert, die sie gerne gaben.

Kerzenschein und Rock

Passend zum Motto und zum Bild des farbig gestreiften Ballons wurde die zweite Hälfte des Konzertes bunt – sowohl die Kleidung wie auch die Musik. Für «Visions» kamen die Musikanten von der Bühne und verteilten sich im ganzen Mehrzweckgebäude. Das Licht ging aus und die vielen Kerzen auf den Tischen sorgten für eine ganz besondere Atmosphäre. Die Anweisungen gab Dirigent Reto Näf mit einer Taschenlampe. Mit «Don’t Stop Me Now» und dem Zugabenstück «Counting Stars» spielte die Brass-Band auch Stücke aus dem Rock. Traditionell schloss die Musikgesellschaft mit einem Marsch, der nochmals viele Leute zum Mitklatschen animierte.Präsidentin Stefanie Villiger verdankte die grosszügigen Sponsoren und die zahlreichen Helfer, die es für ein solches Konzert braucht. Beispielsweise wurden die gesamte Tischdekoration und das Bühnenbild – passend zum Thema mit Ballonen – in aufwendiger Handarbeit gefertigt. Auch Projektdirigent Reto Näf, der die Brass-Band für ein halbes Jahr musikalisch anleitet, erhielt als Dankeschön eine Flasche Wein.