Ein überaus gut besuchter Heimatabend


Mühlau:

«E Bluemestruss voll Freud» ist das Motto des Heimatabends der Trachtengruppe Mühlau. Heute Freitag und morgen Samstag stehen nochmals zwei Aufführungen auf dem Programm.

ew. Die Turnhalle in Mühlau war am Samstagabend rappelvoll und alle warteten gespannt auf die Darbietungen der Trachtengruppe. Den Anfang machte die Kindertanzgruppe unter der Leitung von Cornelia Hintermann und Lydia Peter. Sie wurde musikalisch begleitet vom Schwyzerörgeliduo Betschart und den Kwätschkomode-Juniorinnen aus Mühlau.

Nachdem sich die Kinder in die Herzen der Zuschauerinnen und Zuschauer getanzt hatten, folgte die Chorgemeinschaft von Franziska Janett mit den Liedern «Bajazzo», «D’ Wält wär voll Blueme» von Peter Räber und «Heitere Fahne» von Marc Trauffer.

Anspruchsvolle Tänze

Zwischendurch führten Nicole Christen und Jonas Wettstein mit ihren Ansagen durch den Abend. Danach waren die acht Paare der Tanzgruppe an der Reihe. Was auf den ersten Blick locker und leicht aussah, war für die Tänzerinnen und Tänzer anstrengend und schweisstreibend. Vor allem die Formation mit dem Kreis, wo die Männer die Frauen sozusagen auf Händen trugen und sie dabei wie auf einer Schaukel nach vorn und hinten schwangen, war harte Arbeit.

Als vierte Formation des Abends trat das Rüsstaler Jodelchörli unter der Leitung von Trudy Strebel auf die Bühne. Das Publikum war vom schönen Gesang so angetan, dass es bereits eine erste Zugabe verlangte. Danach durften auch die Kinder nochmals antreten. Die Choreographie wurde immer schwieriger, was bei einigen für kurzzeitige Verwirrung sorgte.

Fulminantes Schlussbouquet

Danach sang die Chorgemeinschaft «Blick zum Himmel» und die Tanzgruppe tanzte dazu. Auch die Kinder gesellten sich hinzu und alle sangen, jodelten, tanzten, «löffeleten und chlefeleten» gemeinsam auf der Bühne. Dabei kamen auch Besen zum Einsatz.

Mit diesem Schlussbouquet verabschiedeten sich die Tanz- und Gesangsformationen. Es war auffallend, dass von den 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch viele jüngere Zeitgenossinnen und – genossen aktiv in der Trachtengruppe tätig sind. Das ist sich auch die Präsidentin Beatrice Christen bewusst: «Viele Trachtengruppen beneiden uns, weil wir so viele Junge haben. Dazu kommen noch die 20 Kinder.»

Das Theater zum Abschluss

Ganze Familien und vier Generationen setzen sich für die Trachtengruppe Mühlau ein. Viele von ihnen spielten anschliessend auch im Theaterstück «Alles beschtens greglet!» mit. Dabei glänzte vor allem Kari Hintermann als Anton, mit seiner rebellischen Art und Erika Huwiler, als Nachbarin, die alles klaut, was sich ihr in den Weg stellt - sehr zur Freude des Publikums.

Wer sich den nostalgischen und stimmungsvollen Heimatabend ansehen möchte, kann dies heute Abend tun. Ein paar wenige Plätze sollte es noch haben. Die letzte Aufführung am Samstag sei jedoch bereits ausverkauft, sagte die Präsidentin.