Das hiesige Blutspenden wird neu organisiert


Sins:

Neu ist Sins der Spenderegion Aargau-Solothurn angeschlossen. Deshalb konnten am vorletzten Mittwoch weniger Leute spenden als in früheren Jahren – obwohl Blut momentan ein knappes Gut bleibt.

pev. Dunkelrot, fast braun ist das abgezapfte Blut, das durch dünne Schläuche in die Beutel fliesst. Spender um Spender kommt und geht, die Kühlboxen füllen sich mit dem steril abgepackten Lebenssaft. Nichts für schwache Nerven. Doch jeder könnte selber einmal Blut brauchen: wegen eines Unfalls, wahrscheinlicher noch wegen einer Krebs-, Herz- oder Darmerkrankung. Für viele Sinser Grund genug, regelmässig zu spenden. Spenden sind die einzige Blutquelle, denn die aus vielen Stoffen und Zellen aufgebaute Flüssigkeit kann (noch) nicht künstlich hergestellt werden.

Schon seit 1962 in Sins

Seit mehr als einem halben Jahrhundert können Oberfreiämter ihr Blut ganz in der Nähe spenden. In den letzten Jahren waren das jeweils etwa 150 Spenderinnen und Spender pro Abend wie Franz Mettler, Präsident des Samaritervereins erklärt. Die Samariter helfen dem Team von Blutspende SRK Schweiz und organisieren Lokalität und Verpflegung. Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) garantiert in der Schweiz die Blutversorgung, im Januar und Februar werden die Blutreserven aber jeweils knapper, weil die Leute in den Ferien oder erkältet sind.

Dieses Mal wurden nur bereits bekannte Spender eingeladen und keine öffentliche Werbung mehr gemacht, denn es können nur noch etwa 60 Leute pro Abend ihr Blut abgeben. Gehörte Sins bisher zur grossen Region der interregionalen Blutspende AG Bern, wird der Standort seit diesem Jahr durch die Stiftung Blutspende SRK Aargau-Solothurn betreut. Diese kann nicht mehr so viele Leute betreuen, wird dafür aber häufiger Blutspendetermine im Oberfreiamt durchführen: inklusive Dietwil viermal jährlich. Es geht auch darum, den stark schwankenden Bedarf zu decken indem nur Blut mit passender Blutgruppe gesammelt wird. «Momentan ist alles noch im Aufbau», meinte Mettler. In Zukunft wird das Blutspendeteam mit einem Bus kommen, in dem die Liegen fix installiert sind. Beim nächsten Spendetermin werden andere Leute angeschrieben, denn es können nicht immer die gleichen spenden. «Einer Frau wird empfohlen höchstens dreimal im Jahr zu spenden, ein Mann darf höchstens viermal jährlich Blut spenden», erklärte Rahel Böhlen vom Blutspendedienst Aargau-Solothurn.

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