Die Ringer wollen eine Medaille


Sport:

Trotz angeschlagenen Ringern haben die Freiämter grosse Ziele für die kommende Mannschaftsmeisterschaft.

ew. «Eine Medaille muss unser Ziel sein», sagte Adi Bucher an der Presseorientierung letzte Woche. Der Chef-Trainer der Ringerstaffel Freiamt ist von seinem Team überzeugt. Schliesslich haben die Freiämter bereits im letzten Jahr die Bronzemedaille gewonnen. Doch die Konkurrenz ist stark. Das weiss auch Bucher, der sein Team auf diese Saison nicht verstärken konnte. Zudem verfolgt der Trainer des Jahres die Philosophie, die Jungen einzusetzen und ihnen eine Perspektive zu geben.Die Ringerstaffel Freiamt wird am 2. September mit einem sehr jungen Team in die Mannschaftsmeisterschaft starten. Zum Auftakt steht der Auswärtskampf gegen Willisau auf dem Programm. Ein Gegner, gegen den man in der letzten Saison eine ärgerliche Niederlage einstecken musste.

Der Final als Wunsch

Obwohl die Verantwortlichen den Final nicht als Ziel formulieren, ist doch zu spüren, dass es in diese Richtung gehen soll, nach 2014 endlich wieder einmal im Final zu stehen. «Wir haben eine sehr ausgeglichene Mannschaft. Die Tagesform wird entscheiden», erklärte Bucher. Der Merenschwander sieht allerdings den Titelverteidiger Kriessern in der Favoritenrolle.Sehr gerne würden die Freiämter auf Michael Bucher setzen, der schweizweit eines der grössten Talente sei. Doch seine Rückenprobleme stehen ihm immer wieder im Weg. Deshalb konnte er in dieser Saison auch keine Internationale Meisterschaft bestreiten. Ebenfalls angeschlagen sei Randy Vock, bedauerte Nicola Küng, der neue Chef Spitzensport.

Der Altmeister als Vorbild

Randy Vock wäre sehr wichtig für die Freiämter. Der Murianer lebt seinen Sport als Halbprofi aus. Mit dem Ziel Olympia 2020 vor Augen, hat er sein Arbeitspensum als Kaminfeger auf 30% reduziert. Da er in der Schweiz kaum noch Gegner hat, versuchte er sich in der Vorbereitung, in mehrwöchigen Trainingslagern im Osten, der Weltelite zu nähern. Doch jetzt ist sein Einsatz im ersten Kampf Anfang September wegen einer Knieverletzung in Gefahr.Somit müssen die Freiämter ihre Hoffnung auf die beiden Nachwuchstalente Nino Leutert und Flurin Meier setzen. Leutert hat in diesem Jahr bereits zwei Internationale Turniere gegen die starke Konkurrenz aus Osteuropa gewonnen. Die Jungen müssten es also vorerst richten. Wäre da nicht noch Pascal Strebel. Der Olympiateilnehmer von 2012 gewinnt immer noch alle seine Kämpfe. «Sein Trainingsfleiss ist aber auch immer noch gross», erklärte der Präsident Sandro Vollenweider den anhaltenden Erfolg des Altmeisters, der für die Jungen auch als Vorbild enorm wichtig ist.