Wenn Pferde unterwegs mal müssen...


Oberfreiamt:

Pferdemist auf Trottoirs oder Velowegen ärgert oft Passanten. Vielfach haben die Reiter jedoch keine Möglichkeit, den Mist wegzuräumen oder den asphaltierten Strassen auszuweichen.

rah. Gemäss dem Strassenverkehrsgesetz müssen Pferde auf der Strasse und nicht auf Trottoirs geritten oder geführt werden. Dies ist aber für Reiter und Pferd häufig zu gefährlich. Pferde sind Fluchttiere, die sich schnell erschrecken. Die Gehwege dienen häufig als Überbrückungsweg zwischen Reithof und Wald- und Wiesenwegen. «Das Raumplanungsgesetz steht uns da massiv in der Quere», sagt Martin Heller, Gemeindeammann aus Mühlau und Inhaber von zwei Reithöfen mit insgesamt 50 bis 60 Pferden.

Rösseler kennen das Problem «Jeder Reithof würde sich wünschen, direkt am Waldrand zu stehen», ergänzt Hellers Frau Karin, die diplomierte Reitpädagogin ist und verschiedene Therapien mit Pferden anbietet. Doch weil die meisten Höfe gewerblich ausgerichtet sind, stehen sie in Gewerbezonen und somit oft in einer asphaltierten Umgebung. Wenn die Pferde dann auf diesen Wegen misten, ist das unschön für diejenigen, die sie als Fussgänger, Velofahrer oder Autofahrer nutzen. Denn wer fährt schon gerne zuerst in einen Pferdemisthaufen und danach mit dem Auto direkt in die Garage?

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Anmerkung: Unsere Korrespondentin hatte Mühe, bei diesem Thema Personen zu finden, die namentlich Aussagen machen wollten. Und ja, es gibt auf unseren Spazier- und Velowegen noch viele andere Themen. So etwa, dass Hündeler zwar den Kot ihrer Lieblinge mit einem Hundesäckli aufnehmen, dies aber statt in einen Robidog zu werfen, irgendwo am Strassenrand deponieren.

Deshalb hier der Aufruf: Was ärgert mehr, Pferdemist oder Robidog-Säckli am Strassenrand?