Tour de Suisse Radprofis gastieren in Sins


Sport:

Vom 9. bis 12. Juni logieren die Radprofis der Mannschaft UAE Team Emirates im Hotel Arcade in Sins. Dabei muss der Betrieb einige Vorgaben erfüllen.

ew. «Sie waren so happy, dass sie immer wieder zu uns kommen», freut sich Jürg Reinger, der Geschäftsführer vom Hotel Arcade, über die prominenten Gäste. Bereits zum dritten Mal sind die Radprofis im Sinser Hotel. In diesem Jahr nicht mehr als Team Lampre-Merida, sondern als UAE Team Emirates. Die Mannschaft fährt unter der Lizenz der Vereinigten Arabischen Emirate, hat aber ihren Sitz in Lugano.

Das UAE Team Emirates ist nicht irgendein Team, das hier im Freiamt einquartiert ist. Mit ihrem Leader Rui Costa haben sie grosse Chancen auf den Gesamtsieg. Costa gewann die Tour de Suisse von 2012 bis 2014 bereits dreimal. Darum muss das Hotel Arcade einige Ansprüche berücksichtigen. Entsprechende Vorgaben stellt der Veranstalter der Tour an das Hotel.

Immer am Essen

Zum Frühstück steht den Fahrern eine Fleischplatte nur mit Schinken zur Verfügung. Dazu gibt es Reis, Spaghetti mit Tomatensauce und Parmesan am Stück. Die Omelette besteht aus einem Eigelb, drei Eiweiss und Schinken. Natürlich dürfen auch Birchermüesli, Fruchtsalat und frische Früchte nicht fehlen.

Für unterwegs bekommt das Team heisses Wasser, Eiswürfel und grosse Baguettes vom Creabeck mit auf den Weg. Das Mittagessen findet vis-à-vis im Landgasthof Löwen statt. Dort gibt es jeweils ein grosses Buffet mit Salat, Reis, Pasta, viel frischem Gemüse und magerem Hühnerfleisch. So sieht es auch beim Nachtessen aus. Als Grundlage für alle Mahlzeiten gilt: Es muss viel und kalorienhaltig sein, aber mit wenig Fett.

Pflegeleichte Gäste

Zum Übernachten stehen den Radprofis Doppelzimmer mit Boxspringbetten und ganz neuen Matratzen zur Verfügung. Zwei Zimmer braucht das Team für die Massageliegen. Viel Platz braucht es auch auf dem Parkplatz. Jedes Team reist mit einem dreiachsigen Car und einem Lastwagen an. Dazu kommen noch gut fünf Personenwagen. Auch ein Strom- und Wasseranschluss darf für den Fuhrpark nicht fehlen.

Ansonsten sind die Radprofis einfach und pflegeleicht. «Die sind viel zu müde nach dem Rennen», weiss Reinger aus den letzten Jahren. Per Zufall hatte der Geschäftsführer des Hotel Arcade bereits früher Kontakt mit dem Radsport. In den frühen 90er-Jahren war er im Champagnerhandel tätig und importierte den Champagner Maxim’s de Paris. In dieser Funktion fuhr er fünf Jahre im Werbetross der Tour de Suisse mit.

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