«s’blutti Wunder» sorgte für Chaos


Mühlau:

Das Turnertheater «s’blutti Wunder» inszeniert vom STV Mühlau erheiterte viele Gemüter. Selbst dem stotternden Professor zum Kübel wurde jedes unfallreiche Experiment verziehen…

msu. Es war eine bemerkenswerte Leistung, mit der die Schauspieler des STV Mühlau über die Bühne fegten. Man merkte gut, dass sich da ein eingespieltes Team gegenüberstand: Dieses Jahr war es nur Nadine Heim, die zum ersten Mal mit der Theatertruppe mitspielte. Besonders Hans Künzi verkörperte den verrückten Professor hervorragend und hatte bereits beim ersten Zucken die Lacher auf seiner Seite. Aber auch der Rest der Truppe überzeugte mit einer Bühnenpräsenz, die den Zuschauer mit sich riss.

Der Turnverein packt mit an Nicht nur die Akteure glänzten mit ihrer Leistung, auch der Rest des STV Mühlau packte tatkräftig mit an. So entstammte die aufwändige Dekoration aus ihren kreativen Köpfen: Passend zum Stück krabbelten weisse Kleister-Mäuse auf den Tischen und an den Wänden und von den Decken hingen schwarze Laborratten. Aber auch im Service und an der After-Party im «Wunderstübli» oder hinter der «Labor-Bar» traf man auf engagierte Turner. Dies alles organisierte und koordinierte das OK unter dem Präsidium von Sandra Stäger.

Regiepremiere Bis anhin fungierte Carmen Sutter als Souffleuse für das Turnertheater in Mühlau. Deshalb kannte die Truppe ihre neue Regisseurin bereits gut. «Es war eine tolle aber auch sehr intensive Zeit!», meinte Sutter nach der Premiere ihres ersten Stücks geschrieben von Hans Wälti. Seit Mitte Juli hätten sie wöchentlich zweimal geprobt. Das Ergebnis davon konnte sich blicken lassen. Das Publikum war hörbar begeistert. «Man weiss, dass sich der Aufwand gelohnt hat, wenn man sieht, wie die Zuschauer reagieren. Heute hat es sich definitiv gelohnt!», meinte Marco Fleischli, der an diesem Abend länger in Stöckelschuhen und Jupe auf der Bühne gestanden hatte als in Hosen und Männerschuhen. «Die Schuhe waren erst etwas gewöhnungsbedürftig und die Füsse tuen nun ein bisschen weh», erzählte er schmunzelnd nach der Aufführung.