Schlussspurt für die Pilzsaison


Oberfreiamt:

Die Pilzsaison kam dieses Jahr nur schwerlich in die Gänge. Die lange Trockenheit verhinderte, dass die Pilze schossen. Dies könnte sich jetzt ändern. Da es am letzten Wochenende regnete, stehen wir vor idealen Bedingungen.

rah. Damit Pilze wachsen, müssen die Voraussetzungen in ihren Lebensräumen, den sogenannten Biotopen, stimmen. Ab Anfangs September waren diese durch das zu trockene Wetter nicht erfüllt. Das Resultat war, dass es Pilze gab, aber nicht sehr viele. «Das wird sich jetzt nach dem Regen geändert haben», sind sich die Pilzkontrolleure Kurt Galliker und Lukas Diem sicher.

Amtliche Pilzkontrollen kosten nichts

In den Oberfreiämter Wälder kommen viele essbare Pilze vor, erklären die Kontrolleure. Wer Steinpilze bevorzugt, muss allerdings in die Höhe. «Dafür gehe ich meistens auf den Horben oder dann gleich ins Entlebuch», verrät Galliker. Er ist als Pilzkontrolleur für die Gemeinden Sins, Abtwil, Dietwil und Oberrüti tätig. Von August bis Oktober führt er die amtliche Pilzkontrolle für die vier Gemeinden unentgeltlich durch. Wer seinen Fund kontrollieren lassen möchte, kann dies jeweils am Dienstag und Samstag von 19.00 bis 20.00 Uhr bei ihm zu Hause tun. Weitere Termine sind auf telefonische Anfragen möglich. Galliker rät unbedingt zu den Kontrollen, da es bei Pilzvergiftungen lebensgefährlich werden kann.

Regeln für das Pilzsammeln

Obwohl man beim Verzehr von Pilzen vorsichtig sein muss, sind sich die Pilzkontrolleure einig, dass das Pilzsuchen ein tolles Hobby für die ganze Familie ist: «Man bewegt sich draussen in der Natur und lernt so viel. Man bekommt einen tollen Bezug zum Wald», findet Diem. Galliker fügt an, dass für ihn das Pilzsuchen eine Erholung ist, bei der er gut abschalten kann. Damit man beim Suchen der Pilze die Natur nicht zerstört, sollte jeder den Wald als Lebensraum achten und nicht unnötig herumtrampeln. Wer einen Pilz gefunden hat, den er mitnehmen möchte, soll ihn sorgfältig aus dem Boden drehen. Für das Sammeln eignen sich Körbe oder Netze, keine Plastiksäcke.

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