Eisenbahnen sind sein grosses Hobby

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Der Modelleisenbähnler von Auw

Im Garten von Dani Bader in Auw zieht eine Modelleisenbahn die Anwohner und Spaziergänger in ihren Bann. Der Besitzer investiert jede freie Minute dafür und fährt in der ganzen Schweiz umher, um an ausgefallene Teile zu kommen.

rah- Bader hat die Faszination für die Eisenbahn von seinem Vater geerbt. Dieser war Bähnler und selbst Besitzer einer Modelleisenbahn. Allerdings keiner Gartenbahn, sondern einer «Spur H0», einer Indoor-Modelleisen- bahn, die analog betrieben wurde.

Mit dem «Big Boy» kam die Leidenschaft

Bis zu seiner eigenen Bahn liess sich Bader Zeit. Erst als er vor drei Jahren zufällig in einem Fachge- schäft den «Big Boy» entdeckte, war für ihn klar, dass er diesen haben musste. Diese Lokomotive ist original rund 40 Meter lang, hat acht Antriebs- achsen und ist die grösste, je gebaute Lokomotive der Welt. Aktuell wird sie betriebstüchtig gemacht und soll in drei Jahren in Cheyenne (USA) wie- der fahren. «Dieses Schauspiel werde ich mir auf keinen Fall entgehen las- sen», freut sich Bader schon heute.

Wie legt man eine Gartenbahn an?

Als er nun vor drei Jahren mit dem «Big Boy» nach Hause kam, war der Garten noch nicht bereit um die Lok einzusetzen. Also begann er mit der Planung und dem Ausbau für seine Gartenbahn. Da es keine Anleitungen gab, wie das am besten funktionierte, musste Bader tüfteln. «Ich hatte keine Ahnung, wie ich den Unterbau für die Geleise machen sollte», gesteht Bader. Heute fährt seine Bahn auf Geleisen, die auf Steinplatten in einem Alumi- niumprofil liegen und mit Schotter aufgefüllt wurden.

Start endete im Zugunglück

Im ersten Jahr hatte Bader einen Geleisering von 40 Metern gelegt.

«Ich begann im Sommer 2012 mit dem Bau und rund zwei Monate spä- ter war es soweit, dass die Lokomoti- ven starten konnten.» Dieses Ereignis feierte Bader mit einem Einweihungs- fest. Er organisierte Festbänke und einen Grill und lud alle Interessierte ein, bei der Premiere seiner Garten- bahn mit dem Aushängeschild «Big Boy» dabei zu sein. Ausgerechnet an diesem Tag entgleiste eine Lok und wurde vom anfahrenden «Big Boy» gerammt. Durch die Wucht des Auf- pralls wurde die gerammte Lok seit- lich aufgeschlitzt und musste von Ba- der mit handwerklichem Geschick wieder hergestellt werden. «Als Mo- delleisenbähnler ist man immer dran. Entweder man flickt, putzt oder baut etwas», schmunzelt Bader.

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