Der Zeitgenosse regt sich wieder

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Neues Büchlein von Hans Bösch

Eine renommierte Tageszeitung der Innerschweiz brachte auf der Seite Ausland einen Artikel einer deutschen Bundestagsabgeordneten aus Lauchringen im Landkreis Waldshut (Baden-Württemberg). Es war die Initialzündung für das Büchlein «Noch etwas, Frau Angelthür».

rico. Wobei der Name «Angelthür» natürlich ein Pseudonym für die schützenswerte Dame ennet dem Rhein ist. Im ersten Kapitel erwartet den Leser ein Brief an eben diese Bundestagsabgeordnete, in dem habö auf den bereits erwähnten Zeitungsartikel eine ihm eigene – mit Witz und Scharfsinn gepfefferte – Antwort gibt. Dass dabei seine unnachahmliche Ironie zum Tragen kommt, lässt gleich zu Beginn des Büchleins den geneigten Leser schmunzeln.

Ansichten in 61 Kapiteln

In der Folge versucht habö in längeren und kürzeren Episoden der Deutschen die Eidgenossenschaft etwas näher zu bringen. Es ist eine regelrechte Berg- und Talfahrt durch alle zeitgenössischen Themen unseres Landes und soll Frau Angelthür mit Hintergedanken dazu bringen, viele ihrer Ansichten möglicherweise neu zu überdenken.

Im Vorwort zum Büchlein schreibt Deben Michael Graupner, selbst ein gebürtiger Deutscher, dass die Texte berühren, bewegen und uns nicht selten zum Lachen bringen. «Sie überzeugen wegen ihrer direkten und einfachen Art». Man kann erleben, wie der Leser als stiller Beobachter in eine Welt der Konfrontation und des Nachdenkens eintaucht.

Muster gefällig?

«Und wissen Sie, Frau Angelthür,

wo Föhn, der wilde Südwind weht

und das Archiv des Bundes steht?

Apropos Mythologie

Zwei Mythen in Schwyz könnten was zeigen,

müssten es wissen, doch sie schweigen.

Buchvernissage

Habö hat sein fünftes Büchlein im Eigenverlag herausgegeben. Es kostet 20 Franken und kann bei ihm direkt bezogen werden: Hans Bösch, Rüteli 1, 5643 Alikon.

Am Samstag, 17. Januar, 15 Uhr, findet in der Cafeteria des Zentrums Aettenbühl in Sins eine Buchvernissage statt, bei der habö aus seinem neuen Werk Reminiszenzen zum Besten gibt.

Hans Bösch, alias habö

Habö ist Kleinbauer oberhalb Alikon, auf dem Rüteli, das nun von seinem Sohn und der Schwiegertochter bewirtschaftet wird. Als weltoffener und kritischer Geist veröffentlichte er jahrzehntelang im «Anzeiger Oberfreiamt» Gedichte zum aktuellen Zeitgeschehen, wobei diese immer (oder meistens) mit «Zeitgenössisch» tituliert waren. Diese immense Sammlung von Prosa und Gedichten fand seinen Niederschlag in verschiedenen kleinen Nachschlagewerken.

Habö ist aber nicht nur ein kritischer, sondern auch ein tatkräftiger und musischer «Zeitgenosse». So sass er für die SP des Bezirks Muri einige Jahre im Grossen Rat des Kantons Aargau und spielt in seiner Freizeit am Bass in einer Zweierformation an heiteren Anlässen und im Orchesterverein Sins im klassischen Bereich.