Erneuerbare Energie vom Hof

Besichtigung des Bucherhofs Mühlau

Am letzten Dienstag erklärte der diplomierte Energieberater Ivo Bucher, am Beispiel der Liegenschaft Bucherhof, aktuelle Technologien im Bereich effizientes Nutzen natürlicher Energien.

ew. Wie kann man ein bestehendes Gebäude sanieren, damit dessen Effizienz gesteigert wird? Da gibt es viele Möglichkeiten, wie das Beispiel des Bucherhofs in Mühlau zeigt: Auf dem Dach kann man eine Solaranlage montieren, für die Zimmer gibt es eine Einzelraumregulierung und eine kontrollierte Wohnraumlüftung. Selbst der unbewohnbare Dachstock lässt sich isolieren, damit es im Sommer nicht zu heiss und im Winter nicht zu kalt wird. Und mit neuen, dichteren Fenstern lässt sich auch noch einmal viel Energie und Geld sparen.

Diese Massnahmen haben die Buchers auf ihrem Hof umgesetzt. Probleme gab es jedoch bei der Solaranlage: Da das Haus nicht nach Süden ausgerichtet ist, konnten sie keinen 100-prozentigen Nutzen aus der Anlage ziehen. So ist die Effizienz nur noch bei 70 bis 80 Prozent.

Geld sparen mit Sonnenenergie

Weil nun das Dach nach Osten und Westen ausgerichtet ist, haben die Buchers sich entschieden, die Solarpanels halt gleich auf beiden Seiten zu montieren. So haben sie morgens und abends Unterstützung von der Sonneneinstrahlung. Das ergibt dann einen Deckungsgrad von 46 Prozent für einen Haushalt mit sechs Personen für Warmwasser. Die finanzielle Einsparung der Solaranlage für die Familie Bucher beträgt 400 Franken pro Jahr.

Das ist nicht so viel, weil sie wegen der Grundwasserwärmepumpe sowieso schon günstig und effizient heizen können. Was der Energieberater Ivo Bucher ebenfalls wärmstens empfiehlt, ist eine kontrollierte Wohnraumlüftung, die ebenfalls auch nachträglich nachrüstbar ist. Dadurch muss man weniger Lüften und die warme Luft geht nicht verloren.

Klimaschutz beginnt zu Hause

Im Dachgeschoss arbeiteten die Buchers mit einer dicken Wärmedämmung um die Temperatur unabhängig von den Jahreszeiten konstant zu halten. In einem zweiten Schritt folgt dann noch die Sanierung der Fenster und der Aussenisolation. «Man muss nicht alles auf einmal machen», sagte der Energieberater, «das ist auch steuertechnisch interessanter.»

Auf jeden Fall kann man die Effizienz eines Gebäudes mit Dach-, Fenster- und Fassadenrenovation massiv verbessern. Und was für Ivo Bucher ebenfalls noch wichtig ist: «Klimaschutz beginnt in ihrem Haushalt.»

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