Neuer Lebensraum für Heckenvögel

Jagdgesellschaft Sins und Natur- und Vogelschutzverein

Auf dem Holderstock pflanzten am Samstagmorgen 18 Freiwillige, bei schönstem Frühlingswetter, eine Hecke als Zufluchtsort für Vögel, Amphibien und Kleinsäuger.

ew. «Andrin Hunkeler, der Bauer vom Holderstock, stellte uns freundlicherweise das Land zur Verfügung», sagte der Förster Stefan Staubli. Der Jagdverein Sins und der Natur- und Vogelschutzverein haben sich zusammengeschlossen für ein gemeinsames Projekt: den Flur- und Güterstrassenausbau in Sins. Dabei geht es um die Sanierung vom Flurwegnetz, ökologische Aufwertungsmassnahmen im Bereich von Feuchtbiotopen, die angelegt werden, Waldrandabstufungen, Hecken- und Baumpflanzungen und die Bachrenaturierung.

Über 400 Pflanzen

Stefan Staubli organisierte das Pflanzenmaterial. Über 400 Pflanzen hatte er mitgebracht. Verschiedene, niedere Dornensträucher waren im Angebot: Pfaffenhütchen, Schwarzdorn, Kreuzdorn, Holunder, Geissblatt und andere einheimische Wildsträucher. Alle 10 bis zwölf Meter wurde ein Eiche oder ein Kirschbaum gepflanzt. «Die Bäume geben den Hecken ein bisschen Struktur in der Höhe», erklärte der Förster. Nicht einmal zwei Stunden brauchten die 18 Freiwilligen am Samstagmorgen um drei Heckenreihen auf einer Länge von 100 Metern zu pflanzen. Als Belohnung gab es dann Wurst, Brot und Getränke.

In zwei Jahren bezugsbereit

Die Hecken dienen als Unterschlupf und Nistmöglichkeit für Vögel, Amphibien und Kleinsäuger, wie Mauswiesel, Marder, Iltis und Hasen. Vor allem aber wollen die beiden Vereine mit dieser Aktion die Heckenvögel fördern, speziell den Neuntöter und die Goldammer. Bis diese Vögel ihr neues Quartier beziehen können, dauert es allerdings noch ein Weilchen. Staubli meint, dass die Hecke etwa in zwei Jahren so weit sei...

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