Tellerscherben sollen Schule Glück bringen

Schulhausumbau Hünenberg

Am Montag begann die Erweiterung und Sanierung des Hünenberger Schulhauses Ehret B. Den Auftakt dazu feierten Schüler und Vertreter bereits am letzten Freitag.

pc. Im September 2013 hat das Hünenberger Stimmvolk den Baukredit für die Erweiterung und Sanierung des Ehret B bewilligt. In den letzten Wochen wurden Provisorien – sprich Container für rund 150 Schüler – errichtet, Kisten gepackt und andere Unterrichtszimmer bezogen. Jetzt ist es also soweit: Der Abbruch des Schulhauses hat am Montag begonnen. Der Auftakt dazu wurde am letzten Freitag von den Schülern, Lehrern, Projektverantwortlichen und Gästen gebührlich gefeiert.

Scherben als Gücksbringer

Die Verantwortlichen liessen es sich nicht nehmen, den Auftakt des grossen Hünenberger Schulhaus-Umbaus in Szene zu setzen. So befanden sich im „ehemaligen“ Foyer des Ehret B nicht weniger als 250 anwesende Betroffene. Nachdem der Schülerchor unter der Leitung von Simon Saxer den Anlass eröffnet hatte, begrüsste Ueli Wirth, Gemeinderat und Schulpräsident die Gäste. Auch René Salzmann, Architekt von Fiechter & Salzmann, Zürich hielt eine kurze Rede. Darauf folgte das symbolische Panorama-Puzzle, das einige Schüler und der Rektor Thomas Suter an einer Wand zusammen bauten.

Scherben bringen Glück

Im Anschluss warfen einige Schüler Teller mit Glückwünschen für den Umbau an dieselbe Wand. Natürlich zerbarsten die Teller in zig Einzelteile, was auch der Sinn der Sache war. Die Scherben sollten schliesslich Glück bringen für die Neugestaltung des Schulhauses. Auch Gemeindepräsidentin Regula Hürlimann liess es sich nicht nehmen, den Anlass mit einer zukunftsträchtigen Ansprache zu bereichern.

Unterricht in Container

Auf dem unteren Pausenplatz wurden Container für acht Schulklassen erstellt. Dabei werden rund 150 Kinder ihre Schullektionen in den nächsten Monaten im Container erhalten. „Dabei gibt es keine Hitzeferien im Sommer“, schmunzelt Ueli Wirth, Vorsteher Bildung und Präsident der Baukommission Ehret B. Die Container sind gut isoliert und haben Minergie-Status. Der Baubeginn des neuen Schulhauses fällt in die Sommerferien. Profitieren werden die künftigen Schüler; nebst zusätzlichem Platz werden die neuen Schulräume besser belüftet und weiträumiger sein. Die Umbauphase wird von allen Beteiligten einiges an Spontanität abverlangen. Doch wird dieser Umbau bestimmt allen Schülern in bester Erinnerung bleiben. So wie es Gemeindepräsidentin Regula Hürlimann bei ihrer Ansprache treffend formulierte: „Wir dürfen jetzt zum Apéro, dafür kriegt ihr ein neues Schulhaus.“